die moritat vom (vielleicht) verlorenen raum

gestern im radio gehört: einen spießigen beitrag zu literatur und rausch nd wie sich der rausch in der literarischen form abbilde. der arme könstler, der sich, um seinen genius zu wecken bzw. bei der stange zu halten den unbilden des drogenkonsums aussetzten muss. kleinmötige geisteswissenscahftler, die sich mit gepresster stimme selbst versichern, das sie ‘wie deutlich gezeigt wurde’ nachweisen konnten, dass der und der ganz sicher unter drogen geschrieben haben muss. als könnte man sich sonst nix wildes ausdenken…. sie vielleicht

im kopf ist hängen geblieben: baudelaire beschreibt zwei räume, die sich genau gleichen. beide sind der selbe raum und doch nicht. die droge lässt den raum der sonst grau und bedrückend ist von eindrücken und angenehmen ahnung durchflutet sein. die rückkehr in den anderen (eigentlichen=) raum ist schmerzhaft. unangenehm. fremd. alles scheint seinen glanz verloren zu haben. der künstler wird damit, durch den knsum der droge zu einem wesen, dessen räumlicher bewegungsspielraum sich erweitert hat. es verfügt mit einem realen raum über zwei rüme. den einen hier, den anderen „hinter dem spiegel“. dazu eingefallen sind mir allerlei märchenmäßige dinge: alice im wunderland, narnia, weissagekugel etc. aber auch foucault (andere räume) und die Idee eines virtuellen raumes sozusagen hinter dem spiegel, der die wirklichkeit gleichzeitig abbildet aber auch neue wirklichkeit schafft.

zurück zum künstler (aber was ganz anderes ist es nicht…): wir gestaltet sich der erweiterte raum, der aus einem viele räume werden lässt für das leben des sich innerhalb dieser (dieses) bewegenden menschen. hat die befreiende wirkung der droge, die bewußtsein erschließt und ausdrucksmöglichkeiten freisetzt tatsächlich auch die bedeutung des bereiung des individuums, durch die erschließung neue unbesetzter räume,?

kleiner gedankenknick: berger schreibt, dass die kernkompetenzen die ein leben innerhalb strak mordernisierter lebenzusammenhänge erfordert, darin besteht (gekürzrt und vereinfacht) sich flexibel innerhalb verschiedener lebensbereiche bewegen zu können. diese beweglichkeit erfordert die fähigkeit der beständigen neubewertung der einen umgebenden wirklichkeit durch die „sinnbrille“ der jeweiligen kontextes. situationen werden durch unterschiedliche tönungen und schattierungen betrachtet. LEbensräume verändern ihr licht. ein raum kann, unter zuhilfenahme unterschiedlicher brillen, zu einer unendlichen vilzahl pvon räumen werden. jeder ort, ist angesichts der flexiblen berachtungsweise eine ganze zimmeflucht seiner selbst.

These: das motiv der enttäuschung beim wechsel zwischen den z“immern“ der schrecken des übergangs, von dem bei baudelaire berichtet wird, ist möglicherweise das grundgefühl moderner lebenswirklichkeit, die sich durch die flexible bewegung in nterschiedlichen (ne reicht schon)

hmmm, ziemlich pessimistisch. und auf jedenfall zu hinterfragen.

man mösste überlegen, welche literarisch könstlerische position derm motiv der raumlichen rerweiterung dann entgegngestellt werden könnte. vielleicht die des „geschlossenen spiegels“. der die zimmerfluchten der neuen, anderen räume, für einen augenblick schließt und damit die beständige unruhe stillt.

schließlich würde so der eine und ürsprüngliche raum wiedergewonnen.

aber das wäre nur ein rausch….

Eine Antwort zu “die moritat vom (vielleicht) verlorenen raum”

  1. wie ich den anderen beiträgen auf dieser plattform entnehmen kann, sowohl angesichts der literarischen äußerungen herrn henryk hoefners als auch angesichts derer hernn soares, scheint der konsum unterschiedlicher chemischer substanzen zu stimulation und zur erweiterung des philosophischen denkhorizontes in diesem zirkel nicht ungewöhnlich zu sein. es handelt sich, wie durch die abwesenheit und das ennui meines portugisischen kollegen unschwer nachzuweisen ist, um drogen mit narkotischer wirkung- ich würde auf opiate tippen, während die sprunghaftigkeit des schreibstils sowie die nahtlosen ud verwirrenden übergänge zwischen alltagserfehrung und metaphysischer spekulation herrn hoefners auf den gebrauch halluzinogener und euphorisierender substanzen hinzudeuten scheint.

    dies erscheint mir angesichts des gewählten themas im obigen text äußerst interessant. auf den spuren meines frankfurter kollegen benjamin und nur wenige meter von seinem ehemaligen schaffensort entfernt, denke ich angesichts dieser scheinbar gänigen und (effektiven) praxis, über einen drogenselbstversuch nach, der in meinem nächsten beitrag dokumentiert werden wird.

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