Den Dingen ihren Lauf lassen

Den Dingen ihren Lauf lassen, hierzu gehört unter Umständen sehr viel. Dingen, ihren Lauf zu lassen, mit denen man nichts zu tun hat – man kann ja zumeist nicht anders. Es kann ziemlich problematisch sein, muss es aber nicht (und ich denke, dass hierum prinzipiell zu viel Gewese gemacht wird), dass Dinge, die, ohne dass einem das bewusst ist, mit einem etwas zu tun haben, ihren Lauf nehmen – Rost und TÜV passen hier zum Beispiel.

Vielleicht kann man die Aufgabe, die Menschen mit dem Leben haben, so sagen: Leben gelingt, wenn es gelingt, ihm seinen Lauf zu lassen. Die Schwierigkeit ist, dass man beteiligt bleibt. Wie aber soll man dabei beteiligt bleiben, etwas seinen Lauf haben zu lassen. Beobachten ist es nicht. Es hat etwas beobachtendes, denke ich, etwas wahrnehmendes. Aber es ist ja der Witz an der Sache, dass man vor allem, aber nicht nur, sich selbst, seinen Lauf lassen muss. Das, denke ich an erster stelle. Man muss sich selbst seinen Lauf haben lassen, was heißt, dass man macht, was man sich seinen Lauf haben lässt.

Nachdenken ist da nur ein Ding von, wie allseits bekannt ist, einer Legion. Was Bewusstsein damit zu tun haben kann, ist eine gute Frage. Gewahr sein muss man sich dessen, dass man seinen Lauf haben lässt, aber wie allseits bekannt ist, ist die viel zu oft missachtete Devise glücklicherweise: „Nicht Denken!“. Unbedingt vermieden werden müssen Anstalten etwas zu bessern.

Die hoffärtigen stürzt er vom Thron, die Demütigen erhöht er.

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